Freitag, 8. Juni 2012

Lauf, wenn es dunkel wird - April Henry

Verlag: Planet Girl
 Broschiert: 224 Seiten
 ISBN: 978-3522502641
Preis: 9,95 Euro
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Inhalt:
Cheyenne Wilder liegt in einer Decke verpackt auf dem Rücksitz. Ihre Stiefmutter ist nur eben ausgestiegen, um in der nächsten Apotheke ein Rezept abzuholen, da sich Cheyenne eine Lungenentzünden eingefangen hat. Kurze Zeit später hört sie jemanden einsteigen und das Auto starten. Doch irgendetwas ist komisch. Die Geräusche wirken fremd und nicht vertraut. Die Person, die jetzt das Auto fährt, ist auf keinen Fall ihre Stiefmutter, nur wer denn dann? Wie gerne würde sie jetzt wieder sehen können. Doch Cheyenne ist blind.

Griffin kann sein Glück kaum fassen, als er das teure Auto auf dem Parkplatz stehen sieht. Unverschlossen und mit Schlüssel. Ohne lange zu überlegen steigt er ein und fährt los. Als er die Person hinten auf dem Rücksitz liegen sieht, ist es schon zu spät. Umkehren geht nicht mehr, sie hat ihn schon gesehen.
Er will sie erst mal zu seinem Vater bringen, der wird wissen, was zu tun ist. Doch die Idee ist fataler als erwarte. Roy, sein Vater, will ein schönes Sümmchen Lösegeld einfordern, als er aus den Nachrichten erfährt, dass Cheyennes Vater steinreich ist.

Cheyenne ist sich ganz sicher: Wenn sie nicht versucht zu entkommen, wird sie sterben. Als sie ihre Chance "sieht", überlegt sie nicht lange und flieht, doch wohin, wenn man sich nicht orientieren kann? 

Meinung:
Als ich "Lauf, wenn es dunkel wird" im Laden stehen gesehen habe, war ich sofort von dem Cover und dem Klappentext angetan. Da es nur knapp über 200 Seiten hat, dachte ich, für zwischendurch ein netter Zeitvertreib. "Nett" ist ein bisschen schlicht ausgedrückt, denn im Endeffekt bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hätte nicht gedacht, dass dieses Buch mich doch so überzeugen wird.

April Henrys Schreibstil ist gut und angenehm zu lesen. Ohne lange Vorgeschichte taucht man in das Geschehen hinein und was man zu lesen bekommt, gefällt wirklich sehr gut.

Cheyenne Wilder ist schon ein sehr ungewöhnlicher Charakter. Hatte ich überhaupt schon einmal ein Buch gelesen, in dem die Hauptperson blind ist? Ich glaube nicht, deshalb finde ich Cheyenne auch so faszinieren.
Es war aufregend und faszinieren die Dinge aus ihrem Blickwinkel zu sehen. Was sie fühlt, wie sie denkt und wie sie ihre Welt um sich herum wahrnimmt. Sie ist sehr sympathisch, weil sie so einfallsreich erscheint. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, als Blinder zu versuchen, aus einer Gefangenschafft auszubrechen. Aber Cheyennes Mut und ihr Wille helfen ihr durchzuhalten.

Den Aspekt, mit der Blindheit, möchte ich noch etwas mehr hervorheben. Wie gesagt, ich finde es total interessant, mal so einen Blickwinkel zu erfahren, ohne ihn wirklich zu erfahren. Ich meine die Augen zumachen, kann ja wirklich jeder. Aber dauerhaft mit der Dunkelheit zurecht zu kommen? Ich habe mir oft die Frage gestellt, wie ich an ihrer Stelle reagiert hätte? Hätte ich mich auch so gut zurechtgefunden, oder hätte ich gleich das Handtuch geworfen? Schon lange habe ich mir nicht mehr so viele Gedanken über einen Charakter gemacht.

Griffin gehört ja eigentlich zu den "Bösen", aber eigentlich auch wiederum nicht. Er ist schon ein komischer Kauz. Er hat ziemlichen Respekt vor seinem Vater, deshalb tut er auch erst einmal, was ihm gesagt wird. Doch bald darauf lernt er Cheyenne besser kennen und man könnte meinen, das er sich sogar ein bisschen in sie verknallt. Das wird aber nie laut ausgesprochen in dem Buch. Man sympathisiert sehr mit ihm, weil man einfach weiß, dass er im Grunde ein netter Kerl ist, der nur im falschen Umfeld aufgewachsen ist.
Sein Vater hingegen gehört zu der Sorte Leute, die man besser nicht kennt. Skrupellos und immer für das schnelle Geld zu haben. Einfach Abschaum dieser Kerl!

Die Idee, auf dem die Geschichte aufbaut, finde ich ziemlich genial und auch die Umsetzung hat mir sehr gefallen. An keiner Stelle wird es zu langatmig oder gar langweilig. Immer interessant und an den richtigen Stellen kann "Lauf, wenn es dunkel wird" durch Spannung überzeugen.
Das Buch wird aus Cheyennes und Griffins Sicht wiedergegeben, somit bekommt man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln vor Augen geführt. Schön umgesetzt.

Fazit: 4/5 möglichen Punkten. Eine tolle Idee, die sehr schön umgesetzt wurde. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, mit einer interessanten Hauptprotagonistin.




Kommentare:

  1. Hallo Jan,

    gelungene Rezension. Das Buch werden wir dann wohl auch demnächst lesen :-)

    LG

    Kay

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  2. Hallo :)

    Danke für die tolle Rezi. Ich hab das Buch schon länger im Auge und weiß nun, dass es was für mich ist ^^

    Liebste Grüße
    Pauline

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  3. Hey :)

    Schöne Rezi :3
    Nun wandert das Buch auch auf meine WuLi ♥

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  4. wow jeden tag eine neue rezi von einen neuem buch wie schnell list du?? :)
    gutes buch

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  5. Danke :)
    Das ist jetzt eher mal ne Ausnahme, dass ich so schnell bin :).....sonst brauch ich für ein Buch schon ein paar Tage, besonders, wenn die Arbeit dazwischen funkt :D

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lauft mir nach ...