Freitag, 15. März 2013

[Rezension] Elixirium: Das gefährliche Erbe des Apothekers - Maile Meloy

Bildquelle
Verlag: Coppenrath
Gebundene Ausgabe: 396 Seiten
ISBN: 978-3649611547
Preis: 16,95 Euro
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Von Amerika ins langweilige England. Eine drastische Veränderung, die Janie überhaupt nicht gefällt. Noch immer erkennt man die Spuren des Zweiten Weltkrieges, der erst vor wenigen Jahren endete. Warum gerade England? Warum gerade diese öde Schule? Warum gerade Benjamin, der Janie in ein waghalsiges Abenteuer entführt?
Benjamin wäre gerne ein Spion, und aus anfänglichem Spiel und Spaß wird bitterer Ernst, als er von seinem Vater, einem Apotheker, ein Buch in die Hand gedrückt bekommt. Die Pharmacopeia enthält eine Vielzahl von alchemistischem Geheimnissen, das grenzt schon fast an Zauberei! Elixiere, die unsichtbar machen, die einen in Vögel verwandeln können, die einen zwingen die Wahrheit zu sagen...Benjamin und Janie sollen dieses Buch in Sicherheit bringen, denn skrupellose Wissenschaftler und andere dubiose Gestalten lechzen nach dem wertvollen Wissen und haben die Verfolgung bereits aufgenommen.


Bei diesem Buch muss ich einfach ein paar Worte zur Aufmachung loswerden. Ich finde die Gestaltung einfach umwerfend. Das Cover ist wunderschön und die Motive passen allesamt super zur Handlung, aber es geht noch weiter. Jedes neue Kapitel wird durch ein passendes Motiv "eingeleitet", die absolut liebevoll angefertigt wurden. Ein echter optischer Hingucker!

Genug geschwärmt und jetzt wird es ernst...

Tja, aber besonders viel Kritik kann ich euch nicht vorwerfen. Maile Meloy hat einen schönen Jugendroman geschrieben, der besonders die jungen Leser ansprechen soll. Dennoch kann "Elixirium" getrost von "älteren" Leseratten verschlungen werden.

Denn im Gegensatz zu einigen anderen Büchern, die hauptsächlich an die jüngeren Leser gerichtet sind und dementsprechend stilistisch aus- und auffallen, schafft es die Autorin durch einen angenehmen Schreibstil zu überzeugen. Kein nerviger "Jugend-Slang". Ich bin einfach kein Fan davon, auch wenn es die Zielgruppe höchstwahrscheinlich anspricht, aber ich bekomme auf dauer Kopfschmerzen von den ganzen "Ey's" und "Jo's". So war ich glücklich über den flüssig zu lesenden Text! Beschreibungen fallen nicht zu dürftig aus, lassen aber noch Platz für die eigene Fantasie.

Fantasy hat in diesem Buch einen besonderen Platz. Der Klappentext hat sich für mich nicht im geringsten danach angehört, dass die Geschichte Fantasy-Fragmente besitzt. Aber als dann die Pharmacopeia ins Spiel kommt, das Buch hinter dem alle her sind, wird schnell die "Zauberei" sichtbar. So lassen sich kinderleicht Elixiere herstellen, die fantastische Wirkungen zeigen. Es kommt nur auf die Zubereitung an. All dieses Wissen steckt in diesem Schmöker und kann in falschen Händen zu einer enorme Waffe werden.

Aber erst einmal gerät das Buch in die Hände von Janie und Benjamin....und damit startet das Abenteuer der beiden. Janie ist die Protagonistin, aus deren Sicht wir das Abenteuer geschildert bekommen. Ich mochte sie ziemlich gerne, weil sie ein aufgewecktes Mädchen ist. Für ihre vierzehn Jahre verhält sie sich oftmals schon etwas reifer, aber das fällt nie negativ auf oder wirkt gar gestellt. Benjamin, als Gegenpart, konnte mich ebenfalls überzeugen. Besonders das Zusammenspiel der beiden ist oft zum Schmunzeln, denn schnell wird klar, die beiden mögen sich und zeigen das auf gelegentlich unbeholfene Weise. Wir waren ja alle Mal vierzehn! 
Mein Liebling ist aber Pip. Pip ist ein kleiner Halunke und Straßendieb, der sich dem Duo anschließt. Mehr als einmal musste ich über seine lustige Art lachen und er bringt durch sein lockeres Auftreten richtig Schwung in die Geschichte!
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Charaktere die Geschichte tragen, aber nicht besonders tiefgründig wirken - tut dem Buch aber auch keinen großen Abbruch.

Die Handlung bleibt ab einem gewissen Punkt schwungvoll und rasant und zieht dieses Tempo auch bis kurz vor Ende durch. Die Nachkriegszeit als "dezent" aufblitzender Hintergrund, verleiht der Geschichte einen besonderen Flair. Lediglich die letzten Seiten, nach dem "Showdown" konnten mich nicht so überzeugen. Auch die dramatische "Explosion" im Finale ist in meinen Augen etwas ZU groß und wirkt schon sehr unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz bin ich gut unterhalten worden!



"Elixirium" bietet aufregenden, kurzweiligen Lesespaß, und ist in erster Linie an junge Leser gerichtet. Das soll aber nicht die "ausgewachsenen" Leser davon abhalten, sich von Maile Meloys Geschichte verzaubern zu lassen. Wer auf eine spaßige, abenteuerliche Handlung steht, kann mit "Elixirium" sehr wohl seine Freude haben. Abgesehen von der fehlenden Charaktertiefe und den "unnötigen" Abschlussseiten, bin ich bestens unterhalten worden! Ich vergebe 4/5 möglichen Punkten!


Mein Dank geht an


und den


für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Das klingt doch recht spannend...ich habs noch auf dem SuB liegen und werd es sicher als nächstes lesen. Und die Aufmachung ist mir auch als erstes aufgefallen :-D

    LG Scatty

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  2. Ich wünsch dir ganz viel Spaß beim Lesen! Die Aufmachung ist einfach herrlich!! Da macht das Lesen gleich doppelt so viel Freude^^
    LG Jan

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  3. Ich war wohl schon etwas länger nicht mehr hier unterwegs, denn für mich ist das Rezi Design neu :D Sieht echt gut aus! :)

    Ich finde in deiner Meinung viel von meiner eigenen wieder :) Mir hat das Buch auch so gut gefallen! :D :D :D Hätte ich gar nicht für möglich gehalten xD

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  4. Hi Tanja!
    Naaaa, das "Design" ist noch ganz super frisch! :)

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lauft mir nach ...