Montag, 20. Mai 2013

Enders - Lissa Price [Rezension]

Bildquelle
Verlag: ivi 
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
ISBN: 978-3492702645
Preis: 15,99 Euro
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Callie hat es geschafft den Machenschaften von Prime Destinations das Handwerk zu legen. Doch auch wenn das Institut zerstört ist, so befindet sich der Old Man immer noch auf freiem Fuß und ist gefährlicher denn je. Durch die eingepflanzten Chips, kann er sich Kontrolle über die Starters verschaffen und so spukt er auch in Callies Kopf herum und macht ein normales Leben unvorstellbar.

Bei einem Attentat durch den Old Man, wird Callie von einem fremden Jungen gerettet. Sie erfährt, dass Hyden sich dem Old Man - seinem Vater - verschworen hat und alles dafür gibt, den gerissenen Mann zu stoppen. Hyden und Callie schließen sich zusammen, um den Kampf endgültig zu beenden, merken aber sehr bald, dass ihr Gegner mehr in der Hinterhand hält, als je vermutet.






Schnell gelingt mir der Einstieg in "Enders", obwohl "Starters" schon eine Weile zurück liegt. Nach dem ewigen Verschieben der Veröffentlichung war ich mehr als froh, die Fortsetzung endlich in den Händen zu halten.

Nach einigen Seiten kannte ich Callie, Co. und Handlung, als wäre ich (fast) nie weg gewesen. Aber eben nur fast...

Vieles hatte sich verändert. Alles hatte sich verändert. Nichts hatte sich verändert.

Betrachte ich den Stil von Frau Price, so müsste ich mich eigentlich nur positiv über sie auslassen. Ein flüssig zu lesender Schreibstil und Beschreibungen, die kurz und knapp ausfallen. Die Kapitel sind auch hier wieder recht kurz gehalten und ich hatte das Gefühl, ich rase durch die Seiten. Da wir die Geschichte aus der Sicht von Callie erleben, sollte uns das die Möglichkeit geben, sich mit der Protagonistin zu verbinden. Sie besser zu erleben und sich vielleicht sogar in sie hineinzuversetzen. Ich mochte sie in Teil eins wirklich sehr gerne und sie war der einzige Charakter, der wirklich Farbe hatte.

Jetzt passieren aber nun mal Dinge, die man nicht durchschauen kann. Die einen so unvorbereitet treffen, obwohl der Sprung ins kalte Wasser bei einem zweiten Band doch eigentlich ausgeschlossen ist. Man kennt doch das, was man da ließt, oder? Stilistisch erwartet man ja durchaus ein gleichbleibendes Level oder wenn, dann eine Steigerung.

Jetzt ist aber, meiner Meinung nach, etwas verloren gegangen. Der Draht! - Wo ist der verflixte Draht??! Die ersten Seiten gehen vorüber und ich kann ihn immer noch nicht finden. Der Bezug, der Draht zu den Charakteren, insbesondere zu Callie, war von Anfang an nicht gegeben.

Und das ist wirklich sehr Schade, weil dadurch ein "Mitfiebern" mit der Protagonistin so gut wie gar nicht möglich war. Callie war mir einfach zu weit weg, zu distanziert. Ebenso die Bindung zu Hyden kommt mir oberflächlich und flach vor und lädt überhaupt nicht zum Mitfühlen ein, aber dieses Problem war schon aus Band eins bekannt und überhaupt nicht schlimm, weil der Fokus nur minimal auf einer Liebesgeschichte gelegen hat. In Band zwei wird etwas größer fokussiert, aber die Liebesgeschichte vermag mich immer noch nicht zu überzeugen.

Dabei hat das Buch so viel GUTES zu bieten. Eine actiongeladene Handlung, die mehr als einmal mit spannenden Momenten auftrumpfen kann. Einige Wendungen, die wirklich überraschend waren und ein ziemlich zufrieden stellendes Ende. Schade nur, wenn das alles viel weniger gewichtet wird, wenn einem die Figuren fast schon egal sind.





"Enders" ist eine spannende, mit überraschenden Wendungen gespickte Fortsetzung, die diese Dilogie zufriedenstellend abschließt. Über ein Mittelmaß komme ich allerdings nicht hinaus, weil mir direkt von Anfang an der Bezug zu den Charakteren, insbesondere zur Protagonistin Callie, gefehlt hat. So war mir ein "Mitfiebern" leider nicht vergönnt und die emotionale Bindung hat komplett gefehlt. Während Action und Spannung toll trumpfen können, bleibt die "Liebesbeziehung" sehr oberflächlich, was aber hauptsächlich daran liegt, dass mir die Personen fast egal waren. Ich vergebe 3/5 möglichen Punkten!




Kommentare:

  1. Hallo Jan,

    du hast das Buch wirklich gut beschrieben. Ich fand es zwar schon etwas besser als Mittelmaß - allein der guten Grundidee geschuldet - aber mit dem Draht zu den Charakteren hast du völlig recht. Ungefähr ab der Hälfte konnte ich das Buch allerdings kaum noch aus der Hand legen. Zu viele rasante Wendungen und Offenbarungen ließen das einfach nicht zu :-) Mal wieder - wenn auch nicht begeisterte - aber dennoch sehr, sehr gut beschriebene Rezension!

    LG

    Kay

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  2. Na das ist ja mal ein Fazit :)
    Ich hab den ersten Teil hier stehen, mal sehen wann ich den in Angriff nehme :)

    LG
    Anja

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  3. Danke Kay! :)
    Ich stimme dir auch zu, denn ab der zweiten Hälfte war es wirklich spannend und die überraschenden Wendungen waren da. Aber leider hat mir der fehlende Bezug zu den Charakteren vieles kaputt gemacht! :(

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  4. ...der Bezug zu den Protagonisten hat mir schon auch gefehlt. Ich denke mal, am Rest werden sich die Gemüter scheiden ;-)

    LG

    Kay

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  5. Das sieht man ja jetzt schon an den auftauchenden Rezensionen. Die einen LIEBEN es, die anderen nicht so! :D
    LG Jan

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  6. Huhu :)

    Eine wirklich tolle Rezension!

    Vorallem macht sie es mir leichter.
    Durch die mittelmäßige Punktevergabe habe ich nicht den Drang, das Buch dringend zu kaufen, wo ich es eh nicht kann ^.^

    Ich fand Starters wirklich gut und leider ist es bei mir dann immer so, dass ich ziemlich hohe Erwartungen an den fortsetzenden Band habe.


    LG Julchen :)

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  7. Ich habe mich soooo auf dieses Buch gefreut und jetzt :( :( Spaß, ich freue mich immer noch darauf und hoffe einfach, dass mir der Bezug zu den Protagonisten nicht abhanden kommt!
    Hast du sehr schön beschrieben, sehr ehrlich! :)

    <3 <3 <3

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  8. Danke Julchen. Ich hab Starters auch noch sehr gemocht und die kleinen Macken, haben nicht wirklich gestört! :) Hier war es irgendwie total komisch. Eigentlich hat "Enders" ja die Erwartungen erfüllt, aber die Umsetzung ist nicht so zu mir durchgedrungen! :D
    Danke, Shan! <3

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lauft mir nach ...