Donnerstag, 20. April 2017

Mein Freund Pax - Sara Pennypacker | Rezension

Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden …

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten | Preis: 16,99 Euro (HC)

Erster Satz: Der Fuchs spürte noch vor dem Jungen, dass der Wagen langsamer wurde.

Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich ein klitzekleines bisschen enttäuscht von dem Buch bin. Das soll nicht bedeuten, dass ich es schlecht fand, das ist es ganz sicher nicht. Ich würde sogar sagen, dass "Mein Freund Pax" ein gutes Buch ist. Dafür, dass ich im Vorfeld aber so große Erwartungen hatte, blieb die Geschichte dann doch leicht hinter meinen Erwartungen zurück.

Tiergeschichten habe ich schon immer geliebt und besonders die, in denen die Tiere selbst das Erzählen übernehmen, haben es mir angetan. Ich weiß gar nicht genau, woran das liegt. Vielleicht ist es einfach der komplett andere Blick auf die Welt, der mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. In diesem Buch wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht des Jungen und des Fuchses berichtet und das hat mir gut gefallen, weil dadurch die Beziehung der beiden ganz wunderbar dem Leser präsentiert wird. Die Freundschaft der beiden ist nämlich das Aushängeschild des Buches und meiner Meinung nach ist das der Autorin super gelungen. Bücher, in denen die Freundschaft wunderbar thematisiert wird, mag ich sowieso und besonders bei Kinderbüchern finde ich das Thema sehr wichtig.

Das Buch spielt in der Zeit des Krieges und dieser ist in der Geschichte immer gegenwärtig zu spüren, es werden aber keine großen Ausschweifungen diesbezüglich gemacht. Die Handlung konzentriert sich fast ausschließlich auf das Wiederfinden von Peter und Pax und wird dabei schon fast etwas düster erzählt, was mir gut gefallen hat, für ein Kinderbuch dann aber schon recht ungewöhnlich ist. Neben der Freundschaft streift das Buch auch ernstere Themen. Es geht um das Alleinsein, dem Verlassen werden und auch der Tod findet seinen Platz in der Geschichte. Das alles wird gekonnt und passend erzählt.

Was mir im Großen und Ganzen gefehlt hat, war mein emotionaler Zusammenbruch. Ich dachte echt, dass mir die Handlung mehr ans Herz geht, mich mehr berühren würde. Emotionen waren zwar da, aber eben nicht in dem Ausmaß, wie ich es vermutet bzw. mir gewünscht hätte.

Fazit:
Ich mochte "Mein Freund Pax" wirklich gerne. Die Figuren, die Thematik und die Geschichte allgemein. Aber leider hat es für große Emotionen auf meiner Seite nicht gereicht. Da hätte ich etwas mehr erhofft, aber vielleicht habe ich im Vorfeld auch zu viel erwartet. Ansonsten ist das Buch und die Geschichte nämlich echt schön erzählt.


Ich vergebe

7/10
Punkten

Kommentare:

  1. Hey,

    das Buch hört sich gut an und macht mich iemlich neugierig. Schade, dass es Dich nicht so ganz überzeugen konnte.
    Ich bin ja nun gewahrnt. Aber ein bisschen schade finde ich, dass es nur um die Suche geht.
    Da bleibt dann vom miteinander vermutlich nicht viel übrige, oder?

    Liebe Grüße
    Lilly

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    1. Hi Lilly! :)
      Nein, die Zweit zu zweit ist eher begrenzt. :D

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lauft mir nach ...